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Aus- und Weiterbidungen | Soziale Arbeit
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Soziale Arbeit - Studium und Beruf

Soziale Arbeit greift dort ein, wo die sozialen Probleme zu gross sind, als dass die betroffenen Personen sie alleine lösen könnten. Ausbildungen in Sozialer Arbeit werden von Universitäten, Fachhochschulen und Höheren Fachschulen angeboten.

Unterstützung in der selbständigen Lebensgestaltung und Integration

Soziale Arbeit befasst sich mit einzelnen Menschen, mit Familien und Gruppen in erschwerten Lebenslagen, aber auch mit Organisationen und komplexen sozialen Systemen sowie politischen, rechtlichen und ökonomischen Bedingungen. Im Studium integriert werden Kenntnisse und Modelle aus Nachbardisziplinen wie der Soziologie, Politologie oder Psychologie. Einen hohen Stellenwert hat zudem die Schulung der Methoden- und Sozialkompetenz.

Beratung, Betreuung, Animation?

Die Soziale Arbeit umfasst die klassischen Felder der Sozialarbeit, der Sozialpädagogik und der Soziokultur. In der Praxis nähern sich die drei Arbeitsfelder aber immer mehr an. Sie beraten und begleiten Menschen in Lebenssituationen, die beispielsweise durch Armut, Behinderung, Sucht oder Misshandlung geprägt sind. Sie unterstützen Menschen in Finanzfragen, schaffen Freizeitangebote, erarbeiten Massnahmen gehen Ausgrenzung, betreiben Öffentlichkeitsarbeit und vertreten die Interessen benachteiligter Menschen. Arbeitsgebiete sind beispielsweise die Sozialhilfe, Angebote für sozial auffällige Kinder und Jugendliche, Gemeinwesenarbeit, Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, Straf- und Massnahmenvollzug, psychosoziale Beratung, betriebliche Sozialarbeit, Drogen- und Suchthilfe.

Anforderungen

Für die Soziale Arbeit geeignet sind Personen, die gerne mit Menschen in Kontakt sind und Interesse an deren Schwierigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten haben. Sie möchten die Hintergründe sozialer Probleme im Lebenszusammenhang von Einzelnen, Familien und Gruppen verstehen und mit den Betroffenen Lösungen erarbeiten. Die Tätigkeit erfordert zudem Toleranz, Einfühlungsvermögen und eine ausgeprägte Fähigkeit verschiedenartige Beziehungen zu gestalten. Ebenso wichtig sind Kommunikations- und Reflexionsfähigkeit, Offenheit, Neugier, Durchsetzungsvermögen, Zuverlässigkeit und eine gewisse psychische Robustheit.

Studieninhalte: Mensch im Fokus

Traditionellerweise wurde an Fachhochschulen zwischen drei Teilbereichen ? Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Soziokultur ? unterschieden. In der Praxis nähern sich die drei Arbeitsfelder aber immer mehr an. Entsprechend haben einzelne Schulen die frühere Unterteilung aufgehoben und bieten nun integrierte Studiengänge an. Im Studium werden einerseits Theorien und Hintergründe der Sozialen Arbeit vermittelt, zum Beispiel Modelle sozialer Intervention, Sozialgeschichte, Organisationslehre, psychologische, wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen. Je nach Ausbildungsinstitution bilden andererseits Methoden und Techniken zur Arbeit in der Praxis wie zum Beispiel Gesprächsführung, Moderation, Mediation, Beratung, Fallanalysemethoden oder Projektmanagement.

Forschungsschwerpunkte: Soziale Probleme und Herausforderungen

Das Spektrum der Forschung in der Sozialen Arbeit ist breit und beschäftigt sich mit einer Vielfalt von sozialen Gruppen (z.B. rechtsextreme Jugendliche, pensionierte Paare oder Kinder mit Migrationshintergrund) und gesellschaftlichen Themen (z.B. Auswirkungen von Unternehmenszusammenschlüssen auf die Mitarbeitenden, nachhaltige Quartierentwicklung und Früherkennung von Spielsucht in Spielcasinos). Forschungsbereiche an der Universität Freiburg sind beispielsweise die Themen geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der schweizerischen Arbeitswelt oder Wohnwandel in der Agglomeration.

Spezielles: Unterschiede Universität und Fachhochschule

Ausbildungen in Sozialer Arbeit werden im Hochschulbereich sowohl von Universitäten als auch von Fachhochschulen angeboten. Das einzige universitäre Angebot in dem Bereich ist das Studium "Sozialarbeit und Sozialpolitik" an der Universität Freiburg. Es setzt sich wissenschaftlich mit dem schweizerischen Sozialwesen auseinander. Wer an der Universität Freiburg studiert, wird auf eine Tätigkeit in der Planung und Entwicklung, Leitung und Umsetzung oder in der wissenschaftlichen Forschung und Evaluation von Projekten im Sozialwesen vorbereitet. An der Fachhochschule werden ähnliche theoretische Grundlagen vermittelt, das Hauptgewicht liegt jedoch stärker auf der Berufspraxis.

Spezifische Weiterqualifizierung nach Berufspraxis

Weiterbildung ist dann sinnvoll, wenn sie zielgerichtet und nicht auf Vorrat absolviert wird. Zuerst erfolgt meist der Berufseinstieg, dann dem Praxisfeld entsprechende Weiterbildung. Das Fachhochschulstudium der Sozialen Arbeit ist auf ein umschriebenes Berufsfeld ausgerichtet, weshalb der Arbeitseinstieg nach dem Studium meist unproblematisch verläuft ? und die Weiterbildung oder Spezialisierung wird häufig erst in einem zweiten Schritt aktuell. Das universitäre Studium der Sozialen Arbeit ermöglicht auch die wissenschaftliche Laufbahn über ein Doktorat.
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